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RENURE ist da: Was die neue EU-Verordnung für Gülle und Gärrest bedeutet

  • Autor: Michael Köhnlechner
    Michael Köhnlechner
  • 10. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 14. Juni

Am 9. Februar 2026 verabschiedete die EU eine wichtige Änderung der Nitratrichtlinie: Mit RENURE dürfen Stickstoffdünger, die aus Gülle und Gärresten gewonnen werden, künftig wie Mineraldünger eingesetzt werden – über die bisherige Obergrenze hinaus. Für Anlage und Tierhaltungsbetriebe eröffnet dies neue Möglichkeiten zur Nährstoffrückgewinnung. In diesem Beitrag erklären wir, was RENURE , was sich in der Praxis ändert und welche Rolle die Reststoffverwertung dabei spielt.








Was ist RENURE?



RENURE für „REcovered Nitrogen from manURE“ – Stickstoff, der aus Gülle oder Gärresten zurückgewonnen und in eine Anlage, mineralstoffdüngerähnliche Form umgewandelt wird. Zu RENURE typischen RENURE zählen Ammoniumsulfat-Lösungen oder Mineralkonzentrate. Der entscheidende Punkt: Dieser Stickstoff verhält sich wie Mineraldünger – und sollte daher auch als solcher behandelt werden dürfen.



Was hat sich im Jahr 2026 geändert?



Bislang hat die EU-Nitratrichtlinie die Ausbringung von Stickstoff aus organischem Dünger in nitratgefährdeten Gebieten auf 170 kg N pro Hektar und Jahr begrenzt. Mit der Änderung (Richtlinie (EU) 2026/288) können die Mitgliedstaaten zusätzlich bis zu 80 kg N pro Hektar und Jahr über RENURE zulassen – also über dieser Obergrenze. Ziel ist es, die Abhängigkeit von importierten Mineraldüngern zu verringern und die Kreislaufwirtschaft zu stärken.



Wichtig und ehrlich im Kontext betrachtet: Die Verordnung gilt nur in den Mitgliedstaaten, die RENURE aktiv zulassen, und muss bis zum 2. März 2028 in nationales Recht umgesetzt werden. Bis heute (10. Juni 2026) hat RENURE kein Land RENURE offiziell umgesetzt – die nationalen Verfahren stehen erst am Anfang. Länder mit hohen Gülleaufkommen setzen sich seit Jahren dafür ein und gelten als wahrscheinliche Early Adopters: die Niederlande, Belgien, Deutschland, Spanien und Italien.


Was bedeutet das für Unternehmen?


Für Biogas- und Viehzuchtbetriebe RENURE zahlreiche Vorteile:

  • Mehr Spielraum für die Nährstoffausbringung: Zurückgewonnener Stickstoff kann zusätzlich zur bisherigen Obergrenze ausgebracht werden.

  • Weniger Einkauf: Ihr eigener aufbereiteter Stickstoff ersetzt teuren importierten Mineraldünger.

  • Ein besser vorhersehbarer Nährstoffhaushalt: Aus einem Entsorgungsproblem wird ein nutzbares, marktfähiges Produkt.


Wo die Verarbeitung ins Spiel kommt


Damit Gülle und Gärrest als RENURE Dünger zugelassen werden, muss der Stickstoff zurückgewonnen und in die richtige Form umgewandelt werden. Genau das leisten die Vakuumverdampfer MKR Cleanwater: Sie reduzieren das Volumen um bis zu 90 % und binden den Stickstoff als Ammoniumsulfatlösung (ASL) in Mineraldüngerqualität (pH 5,5–6,5) – RENURE und bereit für den direkten Einsatz. So sind Unternehmen gerüstet, wenn die neuen Vorschriften landesweit in Kraft treten.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)


Was RENURE ? „REcovered Nitrogen from manURE“ – aus Gülle oder Gärresten zurückgewonnener Stickstoff, der wie Mineraldünger verwendet werden kann.


Was ändert sich mit der EU-Verordnung von 2026? Die Mitgliedstaaten können in nitratgefährdeten Gebieten zusätzlich zu der bestehenden Obergrenze von 170 kg N/ha/Jahr bis zu 80 kg N/ha/Jahr an RENURE zulassen.


In welchen Ländern gilt RENURE ? Derzeit in keinem – die nationale Umsetzung steht erst am Anfang (Frist: 2. März 2028) und gilt nur in Ländern, die RENURE zulassen. Zu den voraussichtlichen Vorreitern zählen die Niederlande, Belgien, Deutschland, Spanien und Italien.

Ist die Ammoniumsulfatlösung von MKR RENURE? Ja. Das ASS aus unseren Verdampfern hat Mineral-Dünger-Qualität (pH 5,5–6,5) und eignet sich als RENURE .

Für wen ist dies relevant? Für Anlage sowie für Viehzuchtbetriebe, die Gülle oder Gärrest verwerten.


Fazit


Mit RENURE wird nun offiziell anerkannt, was MKR Cleanwater seit Jahren MKR Cleanwater : Aus Reststoffen wie Gülle und Gärresten lässt sich hochwertiger Stickstoffdünger herstellen, der mit Mineraldüngern vergleichbar ist. Die neue EU-Verordnung schafft hierfür die richtigen Rahmenbedingungen – ein wichtiger Schritt hin zu einer stärker kreislauforientierten Landwirtschaft. Unternehmen, die jetzt in die Aufbereitung investieren, sind für die kommenden Jahre gut aufgestellt.


Möchten Sie Ihre Gärreste so aufbereiten, dass sie für RENURE geeignet sind? Schicken Sie uns eine Probe – wir verdampfen...


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